Bootsbau:
Ausbau
Der zeitaufwendiges Teil des Bootsbaus ist der Ausbau
mit Süllrand, Luken, Decksösen
et ceterea pe pe.
Abschliessend kommt das Grundieren & Lackieren.
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Süllrand
Der
Süllrand wird (Zeichnung
1) aus einer senkrecht stehenden Leiste
geformt, (Zeichnung 2)
über die mehrere Lagen Glasmatte laminiert werden.
Zeichnung 1
Die Leiste (blau) wird in die Öffnung im Deck (grau)
eingepasst. Mit Schmodder (grünlich) wird eine Kehle
zwischen Deck und Leiste geformt, die die Leiste senkrecht
zum Deck fixiert. Auf die noch feuchte Masse kommt zur Verstärkung
ein Glasband (lila) . |
Hier das Gleiche als Fotos:
Um die sauber ausgesägte Öffnung wird eine Eschenleiste
(ca. 3 x 26 mm x 2 m) gelegt. Schraubzwingen pressen die
Leiste gut an. Dann wird die Kehle geschmoddert und das
Glasband überlaminiert.
  Anschliessend
wird die Leiste oberhalb des Decks ca. 2 cm überstehend,
und unten bündig mit der Deckinnenseite abgesägt.
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Zeichnung 2
Als nächstes folgt der Süllrand-Überhang.
Er wird aus mind. 5 Glasmattenstreifen, die über eine
Konstruktionshilfe gelegt werden, modelliert.
Dafür das Deck um den Süllrand herum grosszügig
mit Klarsichtfolie abkleben. Isomattenstücke (als Konstruktionshilfe)
werden genau um den Süllrand herum angepasst, und mit
Klarsichtfolie überzogen. Die Klarsichtfolie verhindert
ein Festkleben des Epoxids.
Die Hüftstützen, die
dem Paddler seitlichen Halt im Boot geben, können gleich
an den Süllrand mitangebaut werden, siehe 3 Kästchen
weiter unten. |

Hier sieht man die 5 Schichten Glas, die aus schmal geschnittenen
Glasmattenresten 163 g/m2 bestehen.
Die Streifen sind diagonal zur Faserrichtung geschnitten,
so sind sie am Anpassungsfähigsten. Allerdings muss
in stärkeren Krümmungen häufiger gestückelt
werden. |
| Nach
dem Aushärten die Isomatte und Klarsichtfolie herauspuhlen.
Den Überhang auf gleichmässige Breite kürzen
und glattschleifen. Das Anzeichnen wird erleichtert durch
diese schnell gebastelten Hilfe.
Der fertige Süllrand kann, wenn das blasse Etwas nicht
gefällt, noch eingefärbt werden.
Richtig edel sieht ein aus Karbonmaterial gearbeiteter Süllrand
aus. |
Hüftstützen
Die Position des Stützen richtet sich nach der Sitzposition
des Paddlers. Die Mitte der Stützen sollte etwas vor
dem tiefsten Punkt des Sitzes sein. Die Stützen werden
später am Rumpfboden mit Schmodder befestigt. Auf dem
Foto liegt das Deck kopfüber. 
Der Anbau erfolgt entweder gleich mit dem Süllrand
zusammen, siehe Zeichnung, oder anschliessend daran.
Ein Rücken- bzw. Beckengurt kann an den Stützen
befestigt werden. Die dafür benötigten Öffnungen
am besten schon vor Einbau aussägen. |
Luken
Bei den Luken habe ich mich für die wasserdichten
Gepäckluken von Kajak-Sport
aus Finnland aus Kunststoff entschieden (20 cm Durchmesser
vorne, 24 cm hinten).
Alternativ können die Luken auch komplett selbstgebastelt
werden. Dazu den Lukendeckel aus dem ausgesägten Decksstück
fertigen, und um die Öffnung im Deck eine Dichtung
einpassen. |

Der Lukenring (schwarz), der plan sind, soll horizontal
in das gewölbte Deck (grau) eingelassen werden. Dafür
muss ein Kranz (blau) gebaut werden, um den Lukenring "tiefer
zu legen", d.h. um den Höhenunterschied auszugleichen.
Das sieht schlimmer aus
als es ist !! |
- Zwei Sperrholzringe zusägen, in die der Lukenring
eingelassen wird. Mit Sikaflex und V2A Schrauben befestigen
- Öffnung ins Deck sägen
- Kleine Holzklötzchen bzw. Leistenreste innen rund
um die Öffnung am Deck aufkleben
- Glattschleifen, Ritzen verspachteln, laminieren
- Lukenringe einsetzen, festkleben und festlaminieren
 
Der auszugleichende Höhenunterschied ist bei der vorderen
Luke grösser (rechtes Bild) als bei der hinteren Luke
(linkes Bild), darum die unterschiedlichen Kränze.
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Decksösen
Sie
sind unentbehrlich für das Anbringen von Decksleinen,
doch sollen sie nicht so klobig sein und hoch über
das Deck hervorstehen.
Ein
ovales Loch im Deck wird mit einer Mulde aus Glasmatte abgedichtet.
Durch diese wird ein Bügel (blau) aus Schweissdraht
(seewasserbeständiges Material !!) geschoben und in
Schmoddermasse eingebettet.
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Frisch gebohrte Löcher,
glatt gesandet und angeschrägt |
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Glasmattenstücke über die Löcher legen und
kleine Mulden drücken
laminieren |

Für die Bügel kleine Löcher pieken, Bügel
hineinschieben (etwas fummelig), und von unten verschmoddern
und laminieren - fertig.
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Skeg
Skegschieber, die Führung
und die Aussparung im Deck
Das
Skeg wird mittels eines Plastik-Weinkorkens, der auf dem
Skegdraht mit 5-min-Epoxy festgeklebt ist, bedient.
Das Bild zeigt das "Skegkästchen" von aussen
aufs Deck schauend, Bug links. Es wird von innen im Cockpitbereich
ans Deck geklebt. Im Deck hierfür eine Öffnung
in Innengrösse des Kästchens sägen und die
Skegschlauchenden gut & wasserdicht seitlch am Kästchen
verkleben. Das lose Schlauchende mit einem Pfropfen abdichten,
dabei genug Länge für die Bewegung des Drahtes
lassen. |
Kompasshalterung & Pumpenöffnung
Eine Vertiefung im Deck für den Kompass könnte
gleich mit eingebaut werden. Dafür ähnlich wie
mit den Lukenring-Tieferlegungen verfahren. Ebenso könnte
die Auslassöffnung einer Pumpe zu diesem Zeitpunkt
eingebaut werden..... |
Nun ist der
Decksausbau fertig,
Deck und Rumpf können zusammengeklebt werden |
| Deck
und Rumpf verkleben
Verklebung von innen:
Im Bereich der Stauräume wird für die Mittelnaht
eine 15 x 15 mm Vierkantleiste innen an die obere Rumpfkante
geklebt. Dabei sollte sie etwas nach oben überstehen.
Der Überstand wird durch Feilen und Raspeln der Decksform
bzw. -schräge angepasst, siehe Bild rechts.
Deck und Rumpf sollten ohne klaffende Spalten entlang der
Mittelnaht zusammenpassen.
Man sieht ausserdem eine massiven Holzblock. Er dient der
Verstärkung der Tragegriffe in diesem Bereich.
Als
nächstes die Vierkantleisten gut mit Schmodder bestreichen
und Deck und Rumpf zusammensetzen. WENN sich nichts verzogen
hat, sollten sie gut aufeinander passen, ansonsten KRÄFTIG
gurten.
Gleich anschliessend wird im Cockpitbereich die Mittelnaht
innen mit 25 oder 50 mm breitem Glasband laminiert. Alles
gut aushärten lassen.
Verkleben von aussen:
Nach dem Entfernen der Gurte herausgequetsche Schmoddermasse
abschleifen und eventuelle Ritzen verspachteln. Die Mittelnaht
wird mit einem 25 mm breiten Glasband rund herum laminiert. |
Schotten verkleben
Die obere Kante der Schotten wird mit Schmodder oder Sikaflex
mit dem Deck verklebt, um die Stauräume wasserdicht
abzuschliessen. Für das vordere Schott muss tief ins
Cockpit getaucht werden. Vorsicht mit den Dämpfen.
Löcher für Tragegriffe
In Bug und Heck im Bereich der Verstärkung mit den
Massivholzblöcken Löcher bohren. Hier kommen später
die Leinen der Tragegriffe durch. |
Grundieren & Lackieren
Das geschliffene und gesäuberte Boot wird mit mehreren
Schichten Grundierung und Klarlack überzogen. Zwischen
jeder Schicht muss die Substanz gut aushärten um geschliffen
werden zu können. Und da immer nur entweder Rumpf oder
Deck behandelt werden kann, kostet diese Arbeit zum Abschluss
noch einmal Geduld.
TIPP: Das
wichtigeste ist Sauberkeit. Jeder kleinste Staubkrümel
oder Fussel gibt "Pickel" an der Lackoberfläche.
Achtung:
Zum Anmischen der 2-Komponenten-Grundierung bzw. -Lacke
Glasgefässe oder Blechdosen benutzen. Manche Sorten
Plastikbecher lösen sich
auf! |
Tragegriffe
& Leinen
Von einem alten Besenstiel zwei handliche Stücke absägen,
Löcher hineinbohren und lackieren. Fertig sind die
Toggles.
Ausserdem durch die Decksösen eine Rundumleine
und Gummileinen anbringen. |
Sitz
Von einem gut passendem Sitz wird eine Form abgenommen.
Dafür den ausgewählten Sitz mit Klarsichtfolie
bedecken, und eine Schicht Glasmatte darüber laminieren.
Nach dem Aushärten dient diese als erste Schicht des
neuen Sitz. Zur Versteifung wird innen Gips aufgepinselt
(siehe Bild).
Einige weitere Glasmattenschichten auflaminieren, zurechtschneiden,
schleifen und evtl. bunt lackieren. Der Sitz wird an den
Hüftstützen befestigt, ebenso wie der Rückengurt.
nach OBEN |
| und
nun: PADDELN!!!!
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link zu ein paar
Bildern >>>>>>>>>>>>
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